Sommerpause


Nach oben schauen, nach unten sehen

 

Knirschend, gezogen der eine mit dem Blick ins ungesehene Blau, der andere nach unten ins unterschiedslose Weiß. Der eine holt sich die Träume aus dem hellen Himmel, der andere blendet sich mit dem Blick nach unten.

Einen solchen Morgen, kalt mit kreischend frischem Schnee, leicht und weiß, alles dämpfend, die Automobile ins ruhige Fahren zwingend, einen solchen Morgen gibt es in meiner Stadt nicht oft. Die Sonne gleißt noch nicht aus dem niedrigen Winterlauf, aber der Schnee blendet. Nach unten blicken und den Weg ganz nah an sich vorbei gleiten zu sehen, vielleicht die Spuren als sich frisch abspulendes Band im Augenblick des darüber Gleitens entstehen zu sehen, und das andere Schauen geht nach oben, in die nicht abzuschätzende, die nicht an Wolken ankernde Ferne.

Was treibt den einen dahin und den anderen dorthin zu sehen? Offene Augen, aber nicht wie Paare gemeinsam in eine Richtung, oder doch wie Paare in die entgegengesetzte. Was holt der eine sich in den Kopf, in seine Tagträume, was der andere?

Was werden sie wissen von diesem kalten Tag auf einem Schlitten in einer leisen Stadt? In der ausgebremsten. Von der wie mit einem Bremsfallschirm aus Kristallen versiegenden Hast.

Keine Eile kann aufkommen, solche Tage träumen für uns.